8 große Fehler bei der Erstellung einer Webseite

seo-fehler

1. Zu viele Keywords verderben den Brei

Ja, es ist ein alter Hut und bereits seit langem bekannt, jedoch weiterhin einer der häufigsten Fehler im SEO Bereich. Das Ziel war es früher, die Relevanz für Suchmaschinen zu einem bestimmten Thema zu erhöhen, indem man die Seite vollstopft mit entsprechenden Keywords. Das ging so weit, dass die Webdesigner die Keywords in Massen mit weißer Schrift auf weißen Hintergrund auf die Seite gesetzt haben. Zum Beispiel stand dann auf einer Seite zum Thema „Gartentische“ das Keyword „Gartentisch“ mehrere hundert Mal. Die Suchmaschine durchsuchte bei einer Suchanfrage die indexierten Seiten um Internet und fand die Seite, welche „Gartentische“ hunderte Male erwähnte. Somit war für die Suchmaschine sicher, dass es auf dieser Seite speziell um „Gartentische“ ging und schob das Suchergebnis auf Seite 1.


Dieses Vorgehen hatte dafür gesorgt, dass die „ordentlichen“ Seiten mit relevanten und guten Texten leider von den obigen Plätzen verdrängt wurden.


Natürlich musste Google gegen diese Art Suchmaschinenoptimierung vorgehen und erkennt seit vielen Jahren sehr gut, ob die Seite mit Keywords künstlich vollgestopft ist. Das gilt sowohl für Keywords in ALT-Attributen, als auch in den Meta-Tags oder dem Text an sich. Dieses „Keyword stuffing“ führt seitdem zu empfindlichen Abstrafungen und sollte daher absolut vermieden werden!

2. Text unnötig in die Länge ziehen

Wer kennt es noch aus der Schule? Die Lehrerin wünscht von ihren Schülern einen Aufsatz mit mindestens 300 Wörtern zu einem bestimmten Thema. Man fängt an zu schreiben und ist relativ schnell fertig. Jetzt fällt jedoch auf, dass die geforderte Wortanzahl nicht erreicht wurde. Also was machen? Ganz einfach: Der Text wird künstlich in die Länge gezogen.

Nun finden es auch Suchmaschinen in der Regel toll, wenn eine Seite viel Content aufzeigt und davon ausgegangen werden kann, dass dies einen Mehrwert für den Nutzer der Suchmaschine bietet. Leider führt dies oftmals dazu, dass die Texte derart in die Länge gezogen werden, dass der Leser nach ein paar Sekunden gefrustet aufgibt.


Suchmaschinen erkennen immer besser, ob der Text natürlich aufgebaut oder künstlich gestreckt wurde. Auch fließt in die Bewertung der Seite die Verweildauer der Nutzer mit ein. Wenn also die Nutzer nach ein paar Sekunden die Seite schließen, wertet dies die Suchmaschine nicht positiv.


Wenn ein Text also kurz ausfällt, weil es einfach nicht mehr zusagen gibt, dann ist das absolut in Ordnung. Es gibt komplexe Themen und es gibt weniger komplexe Themen. Der Leser soll die Informationen erhalten, welche er gesucht hat. Somit ist auch ein kurzer Text absolut in Ordnung.

3. Die Webseite ist nicht für mobile Endgeräte optimiert

Der Trend geht immer mehr Richtung mobiles surfen. Es wird nicht mehr der PC hochgefahren um kurz nach einem schönen Restaurant in der Stadt zu suchen. Heutzutage ist es immer mehr normal, jede Suche zu jeder Zeit an jedem Standort tätigen zu können.

Nun sind jedoch viele Seiten noch nicht für die Darstellung auf mobilen Endgeräten optimiert. Dabei ist es mit einem sogenannten „Responsive Design“ möglich auf verschiedenen Bildschirmgrößen die Seite in dem entsprechenden Format anzeigen zu lassen. Das Design passt sich praktisch der Auflösung des jeweiligen Endgerätes an.

Auch Suchmaschinen wie Google haben dieses Trend schon lange im Blick und werten aus, ob und wie gut eine Internetseite für die mobile Darstellung optimiert ist. In der Google Search Console kann geprüft werden, ob die eigene Seite für mobile Endgeräte optimiert ist.

Hier der Link zur Google Search Console:
https://search.google.com/search-console/

4. Backlinks kaufen

Wer einmal eine Webseite online gestellt hat wird wissen, wie sehr man sich auf die ersten Besucher freut. Man sitzt vor den Analysedaten der Webseite und auf einmal zeigt die Anzeige eine große „1“. Der erste Besucher ist da! Leider stellt man schnell fest, dass der erste Besucher man selbst gewesen ist. Geduldig wartet man noch einige Tage ab und stellt dann gefrustet fest, dass die eigene Seite erstmal bekannt gemacht werden muss.

Wie macht man sich im Internet bekannt? Na am besten wie im echten Leben…. Du lässt dich von jemandem vorstellen! Im Internet nennt man es nur nicht „vorstellen“, sondern „verlinken“. Ein anderer Webmaster hält deine Seite für so interessant, dass er deine Seite verlinkt.

Jetzt ist die Versuchung groß, eine der vielen Angebote zu Backlinks, also „Verlinkungen“ käuflich zu erwerben. Es werden tausende Backlinks zu günstigen Preisen beworben.

Suchmaschinen wie Google erkennen schon sehr lange, ob deine Links künstlich gekauft wurden oder nicht. Auch sieht Google, ob deine Backlinks von Themenrelevanten Seiten kommen oder von „Backlink-Schleudern“. Wenn jemand neu in der Stadt ist, hat er auch nicht am nächsten Tag 200 neue Freunde gefunden. Genauso ist das im Internet. Ist die Seite neu, ist es für Google absolut auffällig, wenn auf einmal 200 Backlinks vorhanden sind. Die Suchmaschine kennt dich, kennt die, welche dich verlinken und weiß daher ganz genau, ob du hier geschummelt hast.

Also wer sich einen Gefallen tun will, sollte die Finger von solchen Backlink-Paketen lassen. Das Einzige was erreicht wird, ist eine Abstrafung durch Google. Versucht lieber durch einen tollen Inhalt und Kontakt zu Webmastern aus eurem Themengebiet an Backlinks zu kommen. Und genau weil es so schwer ist empfohlen zu werden, wertet Google eine dann natürlich erfolgte Empfehlung umso mehr.

5. Doorway Pages als SEO Maßnahme nutzen

Eine Doorway Page ist eine ausschließlich für Suchmaschinen optimierte Website, welche durch eine hohe Platzierung in den Suchergebnissen Traffic abgreifen möchte um diesen auf für Nutzer optimierte Seiten weiterzuleiten. Die Doorway Page an sich bietet keinerlei relevante Informationen für den Suchenden und daher auch keinen Mehrwert für das Internet.

Solche Doorway Pages verstoßen gegen die Richtlinien von Google und der Webmaster riskiert eine Abstrafung. Somit sollte man von solchen Methoden die Finger lassen, bevor man sich selbige verbrennt.

Nicht zu verwechseln sind Doorway Pages mit Landingpages, welche tatsächlich ein sehr nützliches und absolut legitimes SEO Tool sind.

6. Mit schlechten URL Strukturen für Verwirrung sorgen

Häufig sind noch Internetseiten mit wirklich sehr ungünstigen URL Strukturen zu finden. Gerade die URL bietet einen besonders guten Platz um dem Internet mitzuteilen, was es tolles auf der Internetseite zu finden gibt. Nicht optimale URLs sehen dann zum Beispiel wie folgt aus:

http://www.beispielshop.de/id-cpost1=2%4

Oder

http://www.beispielshop.de/schuhe/index.html

Wenn auf den obigen beiden Beispielseiten Schuhe von einer bestimmten Marke verkauft werden, sollte diese auch in der URL zu finden sein. Suchmaschinen lesen die URL und versuchen auch hierüber zu erfahren, um was es auf dieser Seite eigentlich geht. Optimal wäre zum Beispiel:

http://www.beispielshop.de/adidas-swift-run-schwarz.html

Dies ist förderlich für das Ranking und zeigt auch eindeutig, was auf dieser Seite zu finden sein wird.

7. Die Pagespeed Wertung nicht beachten

Wer hat es nicht bereits erlebt.
Eine Internetseite ist zwar interessant, jedoch sind die Ladezeiten so unterirdisch, dass das Lesen der Seite zur Tortur wird. Genau hier sollte der Webmaster unbedingt optimieren und an dem Pagespeed der Seite arbeiten.

Der Pagespeed gibt an, wie schnell eine Internetseite geladen ist und dem Nutzer vollständig angezeigt wird. Es wird ganz genau ermittelt, welches Script wo und wie lange geladen wird und welches Bild den Ladevorgang verlangsamt. Somit erhält der Webmaster eine detaillierte Aussage über die Ladezeit seiner Seite auf mobilen Endgeräten und PCs.

Nicht nur ist der Pagespeed für die Nerven der Besucher eurer Website relevant, sondern auch das Ranking der Website in den Suchergebnissen wird durch den Pagespeed maßgeblich beeinflusst. Wenn eine Website hier eine sehr schlechte Bewertung erhält, wird dies das Ranking negativ beeinflussen. Daher lohnt es sich absolut einen Blick auf den Pagespeed zu werfen.

Google bietet hierzu das folgende Tool an:
https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/

8. Keine regelmäßige Pflege der Seite

Sehr häufig werden Webseiten in Auftrag gegeben und sehr viel Mühe in die Erstellung selbiger gesteckt. Nachdem die Arbeiten beendet sind freut man sich über die geleistete Arbeit und lässt die Seite unbeachtet im Netz stehen. Genau das ist jedoch ein Fehler.

Eine Webseite braucht Pflege und Wartung. Auch der Inhalt (Content) der Seite sollte regelmäßig gepflegt und aktualisiert werden. Zum Beispiel sollten aktuelle Gesetzesänderungen beachtet und zeitnah umgesetzt werden. Auch hat sich die Gestaltung der Webseite eventuell durch Auswertung des Nutzerverhaltens als noch nicht optimal herausgestellt und sollte bearbeitet werden. Wer seinen Besuchern einen Mehrwert bietet möchte, kann auch über seine Arbeit schreiben und entsprechendes zum Beispiel regelmäßig in einem Blog veröffentlichen. Ebenso überaus wichtig ist die dauerhafte Aktualisierung sicherheitsrelevanter Bestandteile der Webseite.

Eine Webseite sollte lebendig sein, sich verändern und auch wachsen. Das finden nicht nur die Besucher der Seite, sondern auch Suchmaschinen wie Google absolut toll.

FAZIT

Diese acht Punkte repräsentieren nur einen kleinen Teil der Dinge, welche man beachten sollte um zum Beispiel nicht in die Fettnäpfchen der Suchmaschinen zu treten. Als Faustregel kann man jedoch sagen: Handle Nutzerfreundlich und biete dem Internet einen Mehrwert. Dafür werden dich die Besucher und auch die Suchmaschinen belohnen.

Wenn du Hilfe bei einem Projekt benötigst, kannst du uns immer gerne kontaktieren und wir stehen mit Rat und Tat zur Seite.

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